DIY Küchenhelfer: Bienenwachstücher und Spülschwamm

Nach dem Essen ist vor dem Abwasch und dem Aufräumen. Wie ihr nützliche Küchenhelfer ganz einfach selbst herstellen könnt, die in keinem Haushalt fehlen dürfen und zudem auch noch nachhaltig sind, erfahrt ihr hier.

Nützliche Küchenhelfer

Bienenwachstücher

Oma Irmgard hat wieder viel zu viel fürs Weihnachtsessen gekocht und ihr wollt die Reste nicht mit lästiger und umweltschädlicher Frischhaltefolie oder Alufolie verpacken, um euch noch etwas für den nächsten Tag mit nach Hause zu nehmen? Wenn mal wieder etwas übrigbleibt, sind Bienenwachstücher eine perfekte Art, um euer Essen frisch zu halten.

IHR BRAUCHT
  • Stoffreste (30 x 30 cm)
  • Bio-Bienenwachs (ca. 15 g)
  • Schere
SO GEHT´S
  1. Schneidet zuerst eure Stoffstücke zurecht. Dazu könnt ihr entweder eine ganz normale Schere nehmen, oder ihr nutzt dafür eine Wellen- oder Zackenschere. Ihr könnt die Größe eures Bienenwachstuchs natürlich so wählen, wie es für euch am praktikabelsten ist oder auch ein rundes Tuch ausschneiden..
  2. Legt Backpapier auf ein Backblech und darauf euren Stoff.
  3. Verteilt nun das Bienenwachs gleichmäßig auf dem Tuch. Je 10 x 10 cm empfiehlt sich eine Wachsmenge von ca. 5 g. Ebenfalls empfehlen wir euch, Bio-Bienenwachs zu nutzen, welches auch für Kosmetik freigegeben ist, damit ihr die Tücher auch bedenkenlos zum Einwickeln von Nahrungsmittel verwenden könnt. Am einfachsten lässt sich das Wachs verteilen, wenn ihr es in Form von Pastillen und nicht als Block kauft. Wer einen Wachsblock nutzt, muss das Wachs vorher erst kleinreiben, was etwas mehr Arbeit bedeutet.
  4. Den Stoff mit dem Bienenwachs gebt ihr nun für ein paar Minuten in den Ofen und wartet bis sich das Wachs komplett aufgelöst hat und das Tuch bedeckt. Am besten stellt ihr den Ofen auf ca. 80°C und beobachtet den Schmelzprozess, damit ihr es rechtzeitig herausnehmen könnt.
  5. Nehmt das Tuch aus dem Backofen und hängt es zum Trocknen an einer Wäscheklammer auf.

Tipp: Ihr könnt auch kleine Lunchbags nähen und diese dann mit dem Wachs versiegeln. Mit einem kleinen Streifen Klettverschluss halten diese auch perfekt zu.

Wenn ihr das Tuch abwaschen wollt, achtet darauf, dass ihr kein zu heißes Wasser nehmt, da sonst das Bienenwachs wieder schmelzen kann.

Jetzt könnt ihr mit eurem neuen Bienenwachstuch entweder gleich komplette Lebensmittel einwickeln oder sie als Verschluss von Gläsern oder Schälchen als Alternative zu Frischhaltefolie nutzen. Wenn ihr das Wachstuch leicht in den Händen erwärmt, hält es auch recht gut, da das Bienenwachs anfängt etwas zu kleben.

Gehäkelte Topfschwämme

Kaffee und Kuchen sind vorbei, das Abendessen auch geschafft aber was bleibt ist natürlich noch der lästige Abwasch. Natürlich haben wir hier auch eine tolle Idee, wie ihr Topfschwämme zum Abspülen ganz einfach selbst machen könnt. Eine perfekte Alternative zu den normalen Spülschwämmen aus Kunststoff, die meist nur eine relativ kurze Lebenszeit haben und schnell unschöne Gerüche bilden.

IHR BRAUCHT
  • Paketschnur aus Naturfaser oder Sisal (ca. 1,5 bis 2 mm dick)
  • Eine Häkelnadel (Stärke 5)
  • Optional Stoffreste als Füllung

Je nachdem wie fest der Spülschwamm am Ende sein soll, könnt ihr die Nadeldicke oder auch die Garnstärke wählen. Je dicker das Garn und je dünner die Nadeln desto fester werden eure Maschen und somit euer Schwamm. Je fester der Schwamm, desto besser eignet er sich zum Schrubben. Wer es weicher mag, wählt dementsprechend eine dickere Nadel oder ein dünneres Garn.

SO GEHT´S
  1. Nehmt die Häkelnadel und die Paketschnur und macht ca. 15 Luftmaschen. Natürlich könnt ihr die Anzahl an Luftmaschen davon abhängig machen, wie groß am Ende euer Spülschwamm sein soll.
  2. „Umrundet“ nun eure Luftmaschen indem ihr ganz normal im Kreis häkelt. Wenn ihr am Ende angekommen seid, häkelt ihr einfach auf der anderen Seite der Luftmaschenkette zurück.
  3. Im nächsten Schritt könnt ihr euch für ein Muster entscheiden. Wenn ihr z. B. anstatt durch beide Laschen durchzustechen, nur die Hintere Masche aufnehmt, stehen die vorderen Maschen heraus und ihr bekommt eine rauere Oberfläche für euren Spülschwamm.
  4. Häkelt in Runden weiter, bis ihr die gewünschte Größe erreicht habt.
  5. Am Ende schließt ihr mit einer Festen Masche ab und bildet mit Hilfe von Luftmaschen eine kleine Schlaufe, mit welcher ihr den Schwamm nach dem Spülen zum Trocknen aufhängen könnt.
  6. Füllt euer gehäkeltes Täschchen entweder mit einem Filzschwamm, welchen ihr auf die entsprechende Größe zugeschnitten habt oder alternativ mit zwei Lagen alter Jeans.
  7. Vernäht eure gehäkelte Tasche indem ihr in die gegenüberliegende Masche stecht und das Ganze festzieht. So arbeitet ihr euch bis zum Ende durch, bis ihr alle gegenüberliegenden Maschen miteinander verbunden habt. Den letzten Stich müsst ihr mit einem doppelten Knoten verschließen, damit euer Spülschwamm zu bleibt.
  8. Zieht das Ende des Fadens im Inneren durch, damit sich nichts öffnen kann und fertig ist euer Spülschwamm.

Tipp: Ihr könnt eure Spülschwämmchen zur Reinigung einfach mit normaler Wäsche waschen. Hängt den Schwamm am besten nach jeder Nutzung zum trocknen auf, damit sich keine Keime Bilden.