Coffee Fellows setzt auf Coffee-To-Go-Becher ohne Plastik-Beschichtung

Die nachhaltige Revolution auf dem To-Go-Markt

Heimkompostierbarer Kaffeegenuss “to-go”: Ab April 2019 stellen wir unsere ersten Einwegbecher auf 100%  heimkompostierbare Cups ohne Plstikbeschichtung um. Coffee Fellows ist damit stolzer Vorreiter unter den Kaffeehausketten. Gestartet wird zur Umstellung auf das Sommersortiment mit den Kaltgetränk-Bechern. Die Heißgetränk-Variante zieht im Juli nach. Mit einer prognostizierten Plastikeinsparung von 21,5 Tonnen pro Jahr können wir unseren Gästen ihren Kaffee somit ohne schlechtes Gewissen mit auf den Weg geben!

Watch your cup return to nature

Die Problematik der herkömmlichen Coffee-To-Go-Becher ist jedermann bekannt. Nach einem Kaffeegenuss “auf dem Sprung”, der durchschnittlich gerade einmal 2 Minuten dauert, landet der Becher auf dem Müll. Aufgrund ihrer Plastik-Beschichtung sind die Becher nicht recycelbar und enden daher meist als Restmüll in der Müllverbrennung. Zudem werden für die Innenbeschichtung der Becher, allein in Deutschland pro Jahr etwa 22.000 Tonnen Rohöl benötigt.

Gemeinsam mit unserem langjährigen Lieferanten haben wir daher eine innovative Becher-Alternative entwickelt, bei der wir 100% Pappe verwenden. Die Becher sind heimkompostierbar. Kaffeeliebhaber können ihrem To-Go-Becher somit wortwörtlich bei der Zersetzung im eigenen Biomüll oder Kompost zusehen. Bei Temperaturbedingungen von 20-30°C zersetzt sich der Becher innerhalb von 26 Wochen gänzlich. Qualitätsunterschiede beim Geschmack unseres Kaffees müsst ihr dabei selbstverständlich nicht befürchten. Natürlich landet ein Großteil der Becher jedoch nicht auf dem heimischen Kompost, sondern wird unterwegs in der Stadt entsorgt. Die fehlende Plastikbeschichtung des Bechers garantiert jedoch über jeden Weg eine deutlich umweltfreundlichere Entsorgung als der herkömmliche Einwegbecher.

Schritt für Schritt zum plastikfreien Coffeeshop

Doch mit dem Becher allein ist es noch lange nicht getan. Für eine grünere Zukunft stellen wir uns in Bezug auf unser Verpackungsmaterial bis Sommer 2019 komplett neu auf. Etwa 9400 Tonnen Polysterol werden in Deutschland pro Jahr für die Herstellung der zugehörigen Plastikdeckel to go benötigt. Das ist mehr als sechsmal so viel wie für die Becher selbst. Wir haben daher auch unsere To-Go-Deckel ersetzt und auf eine nachhaltige Faserform-Variante umgestellt. Diese wiederum wird aus nicht verwertbaren Resten der Bambus-, Zuckerrohr-, Holz- und Papierproduktion gewonnen.

Ebenso werden die Plastik-Strohhalme aus allen Coffeeshops verschwinden und durch eine Bio-Öko-Variante ersetzt. Statt Plastik-Besteck „to go“ werden wir unseren Gästen nachhaltigeres Holzbesteck mit auf den Weg geben. Die Servietten werden zu 100% aus recyceltem Altpapier produziert. Unsere Clear-Cup-Becher für die Sommergetränke nehmen wir ab sofort komplett aus dem Sortiment und ersetzen sie ebenfalls durch die heimkompostierbare Becher-Variante.

Insgesamt ersetzen wir so jährlich etwa 44 Tonnen konventionelles ölbasiertes Plastik sowie Bioplastik durch nachhaltigere und einfacher zu entsorgende Materialien.

100% plastikfrei ist gut, 100% müllfrei ist besser

Als größte Coffeeshop-Kette Deutschlands nehmen wir unsere Verantwortung sehr ernst, unseren Teil zu einer plastikfreien Zukunft beizutragen. Doch auch unsere Gäste möchten wir dazu motivieren, Müll von vornherein zu vermeiden. So ist ein heimkompostierbarer Becher zwar eine kleine Revolution auf dem To-Go-Markt, noch besser wäre es allerdings, überhaupt keinen Einweg-Müll mehr zu produzieren. In Zukunft werden wir daher zum einen unsere Strohhalme nicht mehr wie gewohnt an der Servicetheke auslegen, sondern nur noch auf Nachfrage herausgeben. Zum anderen erstatten wir Kaffeetrinkern “auf dem Sprung” 25 Cent auf ihr Getränk im selbst mitgebrachtem Mehrweg-Becher. Dabei macht es keinen Unterschied, ob der Mug direkt von uns oder von einem anderen Hersteller bezogen wurde.

Coffee2Stay anstatt Coffee2Go

Nachhaltigkeit hat viele Facetten. Der ökologische Aspekt ist dabei mit Abstand am tiefsten in unseren Köpfen verankert. Nicht nur Unternehmen, sondern auch der einzelne Verbraucher sieht sich zunehmend in der Pflicht, seinen Teil zu einer grüneren Zukunft beizusteuern, sei er noch so klein.

Als Kaffeehaus liegt uns jedoch auch der soziale Nachhaltigkeitsaspekt am Herzen. Gerne würden wir den Grundgedanken wiederbeleben, sich für einen Kaffee mehr Zeit zu nehmen und die kleinen Genuss-Momente wieder bewusster zu erleben. Nicht nur der Umwelt, sondern auch sich selbst zuliebe. So sind die großen Müllberge aus Coffee-To-Go-Bechern auch Resultat einer Gesellschaft, die hektisch von A nach B rennt und “noch nicht mal Zeit für einen Kaffee findet”. Ganz nach dem Motto Stop for an Emotion möchten wir unseren Gästen deshalb nicht nur einen Kaffee verkaufen, sondern eben auch eine kleine Pause vom Alltagsstress mitgeben.