Wir pflanzen einen Wald

Unser „Coffee Fellows Forest“ in Malawi

Auf einen Blick

2021/2022:

  • CO²-Kompensation für das Jahr 2020
  • 10 ha Land
  • Ca. 9.540 Bäume
  • 63 Helfer

2020/2021:

  • CO²-Kompensation für das Jahr 2019
  • 13 ha Land
  • Ca. 28.000 Bäume
  • 70 Helfer

Freiwillige CO²-Kompensation durch Aufforstung in Malawi

Wir alle verursachen im alltäglichen Leben Emissionen, herbeigeführt durch z. B. Ernährung, Reisen, Wohnen, Heizen usw. Mittels Überdenken und Umstellen der individuellen Lebensweisen, schaffen es jedoch auch viele ihren persönlichen CO²-Fußabdruck zu reduzieren. Doch nicht immer können Emissionen ganz vermieden werden. Besonders in wirtschaftlichem Kontext bleibt auch bei vielfältigen Einsparmöglichkeiten ein bestimmter CO²-Ausstoß bestehen. Um unsere Klimabilanz über die Reduzierung von Plastik, die Nutzung von Ökostrom und das Angebot veganer Produkte hinaus zu verbessern, haben wir uns zu einer freiwilligen CO²-Kompensation durch ein Klimaschutzprojekt entschieden. Wobei dies niemals umweltschädliches Handeln legitimieren oder Reduktionsbemühungen ersetzen sollte.

Für das Klima ist es nicht entscheidend, an welcher Stelle CO² ausgestoßen bzw. eingespart oder eben ausgeglichen wird, somit können an einem Ort verursachte Emissionen weltweit kompensiert werden. Da Bäume Kohlenstoff speichern und somit zur Entlastung der Atmosphäre beitragen, eigenen sich Projekte zur nachhaltigen Waldwirtschaft oder auch Aufforstung sehr gut zur CO²-Kompensation.

Stand 2022 - die Aufforstung geht weiter

Nachdem im Jahr 2020 / 2021 die ersten 13 ha unseres Coffee Fellows Forests gepflanzt werden konnten, gedeihen die Setzlinge seither gut. Im Januar ist in Malawi Regenzeit und somit herrschten die perfekten Bedingungen, um die Aufforstung in diesem Jahr fortzusetzen. Coronabedingt ist der CO² Ausgleichsbedarf vom Jahr 2020 etwas geringer. Vor Ort konnten wir mit drei weiteren Farmern Pachtverträge über zusätzlich knapp 10 ha abschließen. Insgesamt 63 Menschen haben in Ntschisi 9450 Löcher ausgehoben und diese mit Baumsetzlingen bestückt. Zusätzlich wurden die ersten 13 ha kontrolliert und bei Bedarf nachbepflanzt. So können wir gewährleisten, dass unser Coffee Fellows Forest beständig und nachhaltig weiter wächst – und das inzwischen schon auf ca. 23 ha, was einer Fläche von 23 Fußballfeldern entspricht.

Collage mit Bildern aus Malawi

Stand 2020 - Beginn des Projekts

Zunächst stand die Frage im Raum, wie viel CO² wir als Unternehmen eigentlich ausstoßen. Mit Hilfe der Experten von FORLIANCE konnten wir ermitteln, dass wir durch den Verbrauch von Heizmitteln, Strom und Fahrzeugen (dem sog. Scope 1 und 2), im Jahr 2019 1.032 Tonnen CO² verursachten. Mithilfe unseres Aufforstungsprojekts „Coffee Fellows Forest“ in Malawi wollen wir diesen Schadstoffausst0ß in den nächsten 20 Jahren ausgleichen.

Um dieses Ziel zu erreichen müssen ungefähr 13 ha Land aufgeforstet werden. Das entspricht einer Fläche von 13 Fußballfeldern und einer Pflanzung von ca. 28.000 Bäumen. Hierfür musste zunächst ein Platz gefunden werden, an welchem sich ein solchen Projekt auch sinnvoll und ganzheitlich umsetzen lässt. Gemeinsam mit einem ortskundigen Ratgeber machten wir uns in Malawi auf die Suche nach geeigneten Flächen für die Coffee Fellows Aufforstung. In der Nähe von Ntchisi konnten wir von fünf Bauern die 13ha Land für 20 Jahre pachten. Wir zahlen den Grundbesitzern eine jährliche Pacht und geben ihnen und ihren Familien damit ein planbares, sicheres Einkommen.

Collage mit Bildern aus Malawi, Arbeiter

Mit Beginn der Regenzeit Ende 2020 wurden die fast ein Jahr herangezogenen Setzlinge verschiedener, ortsüblicher Bäume gepflanzt. Diese werden einmal unseren „Coffee Fellows Forest“ bilden und teilweise sogar Früchte tragen, die Nahrung für Tiere und neuen Lebensraum bieten. Das Pflanzen der Bäume dient, neben der Aufnahme von CO², also auch dazu heimische Flora und Fauna wieder zu etablieren und außerdem Arbeitsplätze für viele Einheimische vor Ort zu schaffen. Denn während der fruchtbaren Regenzeit haben rund 15 Menschen sechs Wochen täglich durchgepflanzt, um ca. 20.000 unserer Setzlinge in die Erde zu bringen. Gearbeitet wurde von 7 Uhr morgens bis ca. 16:30 Uhr mit Tee- und Mittagspause, so dass sich ein fester Arbeitsablauf ergab. Wobei jede Woche auch Arbeiter durchgewechselt wurden, um möglichst vielen die Chance auf einen Arbeitsverdienst zu geben. Knapp 70 Menschen konnten so bei der Anpflanzung beschäftigt und das Zeitfenster der Regenzeit optimal genutzt werden, damit die Pflanzen eine möglichst hohe Überlebenschance haben. Die restlichen 8.000 Setzlinge werden in den nächsten zwei bis drei Jahren nachgepflanzt, da meist nicht Hundertprozent der Bäume das erste kritische Jahr überstehen. Der Bestand wird also jährlich überprüft und entsprechend aufgefüllt, damit ein dichter Wald entstehen kann.

Collage mit Bildern aus Malawi, Arbeiter beim pflanzen der Bäume

So werden wir nach 20 Jahren stolz behaupten können, unseren CO²-Ausstoß für 2019 ausgeglichen zu haben. Da wir auch in den kommenden Jahren unsere Umweltbelastung durch Aufforstung aufwiegen wollen, wird der „Coffee Fellows Forest“ nicht nur in die Höhe, sondern auch in „die Breite“ wachsen. Jedes Jahr werden wir weitere ca. 13 ha Land in Malawi aufforsten und neben dem positiven Effekt für die Umwelt, können wir so auch noch vielen Menschen Arbeit und Einkommen in Ntchisi sichern.

FELLOW US!
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