Wir pflanzen einen Wald

Unser „Coffee Fellows Forest“ in Malawi

Freiwillige CO2-Kompensation durch Aufforstung in Malawi

Wir alle verursachen im alltäglichen Leben Emissionen, herbeigeführt durch z. B. Ernährung, Reisen, Wohnen, Heizen usw. Mittels Überdenken und Umstellen der individuellen Lebensweisen, schaffen es jedoch auch viele ihren persönlichen CO2-Fußabdruck zu reduzieren. Doch nicht immer können Emissionen ganz vermieden werden.(1) Besonders in wirtschaftlichem Kontext bleibt auch bei vielfältigen Einsparmöglichkeiten ein bestimmter CO2-Ausstoß bestehen. Um unsere Klimabilanz über die Reduzierung von Plastik, die Nutzung von Ökostrom und das Angebot veganer Produkte hinaus zu verbessern, haben wir uns zu einer freiwilligen CO2-Kompensation durch ein Klimaschutzprojekt entschieden. Wobei dies niemals umweltschädliches Handeln legitimieren oder Reduktionsbemühungen ersetzen sollte.

Für das Klima ist es nicht entscheidend, an welcher Stelle CO2 ausgestoßen bzw. eingespart oder eben ausgeglichen wird, somit können an einem Ort verursachte Emissionen weltweit kompensiert werden. Da Bäume Kohlenstoff speichern und somit zur Entlastung der Atmosphäre beitragen, eigenen sich Projekte zur nachhaltigen Waldwirtschaft oder auch Aufforstung sehr gut zur CO2-Kompensation.(2)

Dafür stand natürlich erst einmal die Frage im Raum, wie viel CO2 wir als Unternehmen eigentlich ausstoßen. Mit Hilfe der Experten von FORLIANCE konnten wir ermitteln, dass wir durch den Verbrauch von Heizmitteln, Strom und Fahrzeugen (dem sog. Scope 1 und 2), im Jahr 2019 1.032 Tonnen CO2 verursachten. Mithilfe unseres Aufforstungsprojekts „Coffee Fellows Forest“ in Malawi wollen wir diesen Schadstoffausst0ß in den nächsten 20 Jahren ausgleichen.

Um dieses Ziel zu erreichen müssen ungefähr 13ha Land aufgeforstet werden. Das entspricht einer Fläche von 13 Fußballfeldern und einer Pflanzung von ca. 28.000 Bäumen. Hierfür musste zunächst ein Platz gefunden werden, an welchem sich ein solchen Projekt auch sinnvoll und ganzheitlich umsetzen lässt. Gemeinsam mit einem ortskundigen Ratgeber machten wir uns in Malawi auf die Suche nach geeigneten Flächen für die Coffee Fellows Aufforstung. In der Nähe von Ntchisi konnten wir von fünf Bauern die 13ha Land für 20 Jahre pachten. Wir zahlen den Grundbesitzern eine jährliche Pacht und geben ihnen und ihren Familien damit ein planbares, sicheres Einkommen.

Mit Beginn der Regenzeit Ende 2020 wurden die fast ein Jahr herangezogenen Setzlinge verschiedener, ortsüblicher Bäume gepflanzt. Diese werden einmal unseren „Coffee Fellows Forest“ bilden und teilweise sogar Früchte tragen, die Nahrung für Tiere und neuen Lebensraum bieten. Das Pflanzen der Bäume dient, neben der Aufnahme von CO2, also auch dazu heimische Flora und Fauna wieder zu etablieren und außerdem Arbeitsplätze für viele Einheimische vor Ort zu schaffen. Denn während der fruchtbaren Regenzeit haben rund 15 Menschen sechs Wochen täglich durchgepflanzt, um ca. 20.000 unserer Setzlinge in die Erde zu bringen. Gearbeitet wurde von 7Uhr morgens bis ca. 16:30 Uhr mit Tee- und Mittagspause, so dass sich ein fester Arbeitsablauf ergab. Wobei jede Woche auch Arbeiter durchgewechselt wurden, um möglichst vielen die Chance auf einen Arbeitsverdienst zu geben. Knapp 70 Menschen konnten so bei der Anpflanzung beschäftigt und das Zeitfenster der Regenzeit optimal genutzt werden, damit die Pflanzen eine möglichst hohe Überlebenschance haben. Die restlichen 8.000 Setzlinge werden in den nächsten zwei bis drei Jahren nachgepflanzt, da meist nicht Hundertprozent der Bäume das erste kritische Jahr überstehen. Der Bestand wird also jährlich überprüft und entsprechend aufgefüllt, damit ein dichter Wald entstehen kann.

So werden wir nach 20 Jahren stolz behaupten können, unseren CO2-Ausstoß für 2019 ausgeglichen zu haben. Da wir auch in den kommenden Jahren unsere Umweltbelastung durch Aufforstung aufwiegen wollen, wird der „Coffee Fellows Forest“ nicht nur in die Höhe, sondern auch in „die Breite“ wachsen. Jedes Jahr werden wir weiter ca. 13ha Land in Malawi aufforsten und neben dem positiven Effekt für die Umwelt, können wir so auch noch vielen Menschen Arbeit und Einkommen in Ntchisi sichern.

Quellen:

1 und 2: https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/376/publikationen/ratgeber_freiwillige_co2_kompensation_final_internet.pdf

FELLOW US!
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