Weihnachten in den Coffee Fellows Ländern

Weihnachten – Das bedeutet Bräuche, Traditionen, Familie und für viele Menschen auf der Welt die Geburt Jesu zu feiern. Da die Coffee Fellows Familie sich über die verschiedensten Länder wie die Niederlande, Belgien, Luxemburg, Spanien, Österreich, die Schweiz und Tschechien erstreckt, wollten wir von unseren Partnern wissen, wie man in ihrem Land traditionell Weihnachten feiert.

Weihnachten in Europa

NIEDERLANDE

Die klassische Weihnachtszeit fängt in den Niederlanden erst an, wenn sich Sinterklaas am 5. Dezember auf den Weg nach Spanien macht. Bereits im November erreicht Sinterklaas die Niederlande und verteilt Geschenke an die Kinder. Ähnlich wie an Nikolaus bei uns in Deutschland stellen die Kinder ihre Schuhe vor die Haustüre und hoffen, dass Sinterklaas Geschenke hineinlegt. Anders als bei uns aber nicht nur in der Nacht zu Nikolaus, sondern von seiner Ankunft an bis zum 5. Dezember. An diesem Tag gibt es dann auch die große Bescherung und erst dann beginnt in den Niederlanden die „klassische“ Weihnachtszeit.

Sobald Sinterklaas weg ist, stellen die meisten Familien ihren Weihnachtsbaum im Wohnzimmer auf, der bei vielen aus Plastik ist. Da es die Geschenke bereits am 5. Dezember gibt ist die Weihnachtszeit auch viel entspannter als bei uns und mit weniger Stress und Hektik verbunden. Weihnachten selbst feiert man in den Niederlanden anders als bei uns erst am 25. oder 26. Dezember mit einem großen Festmahl im Kreise der Familie. Aufgetischt wird hier traditionell ein gefüllter Truthahn, Rouladen oder Raclette. Ähnlich wie es auch in England üblich ist verschicken die Niederländer haufenweise Weihnachts- und Neujahrskarten per Post. Viele Menschen hängen die Weihnachtskarten mit einem roten Band an die Wand oder die Tür bis am 6. Januar die Weihnachtszeit vorbei ist und auch der Weihnachtsbaum aus dem Wohnzimmer in dein Winterquartier verschwindet.

„Fije kerstdagen allemaal! Vrolijk kerstfeest!“

SPANIEN

Die Weihnachtsfeiertage beginnen in Spanien jedes Jahr mit der Ziehung der spanischen Weihnachtslotterie, welche die Lotterie mit der größten ausgespielten Summe auf der Welt ist. Die Spanier verbringen die Ziehung gemeinsam vor dem Fernseher in der Hoffnung das große Los gezogen zu haben.

Wie auch bei uns wird Weihnachten am 24. Dezember gefeiert. Die Heilige Nacht (Noche Buena) wird mit der ganzen Familie gefeiert und steht im Zeichen der Ruhe und Besinnung. Eine richtige Bescherung gibt es an Heilig Abend jedoch nicht. Lediglich die „Urne des Schicksals“ wird herumgereicht, in welcher sich kleine Geschenke sowie Nieten befinden. Die Urne wird so lange herumgereicht, bis jeder aus der Familie ein kleines Geschenk erhalten hat. Die eigentliche Bescherung findet aber erst am 6. Januar statt. Bis zum Tag der Bescherung, gibt es in Spanien aber noch einige Highlights.

Am 28. Dezember zum Beispiel wird der Tag der unschuldigen Kinder gefeiert, welcher dem 1. April bei uns gleicht, an welchem Streiche im Vordergrund stehen. Zur Jahreswende wird in Spanien kein Silvester mit Feuerwerk gefeiert, sondern ein Umzug abgehalten, bei welchem eine geschmückte und gesegnete Fichte durchs Dorf getragen wird. Im Anschluss treffen die Spanier sich am Rathausplatz, um pünktlich zum Jahreswechsel insgesamt 12 Weintrauben bei jedem der 12 Glockenschläge zu essen.

Am 6. Januar bekommen die Kinder ihre Geschenke, die traditionell von den Heiligen drei Königen gebracht werden, die auf Kamelen geritten kommen. In der Nacht zum 6. Januar stellen die Kinder Wasser und Brot vor die Tür und finden am nächsten Morgen Geschenke dafür auf. Wenn ein Kind das Jahr über unartig war, bekommt es anstatt Geschenken ein Stück Kohle.

„feliz navidad“

TSCHECHIEN

Hier wird wie bei uns am 24. Dezember unter dem Namen „Štědrý den“ Weihnachten gefeiert. Der ursprüngliche Name bedeutet übersetzt „Großzügiger Tag“, was an dem vielen Essen liegt, welches zu Weihnachten aufgetischt wird. Die Geschenke bekommen die Kinder in Tschechien nicht vom Weihnachtsmann oder dem Christkind, sondern vom Jesuskind. Es gibt eine tschechische Sage, in der es heißt, dass wenn die Kinder an Weihnachten bis zum Abendessen und der Bescherung nichts essen, sie das „goldene Schweinchen“ zu sehen bekommen.

Das Essen wird traditionell erst bei Sonnenuntergang serviert, sobald die Sterne am Himmel zu sehen sind. Traditionell gibt es Karpfen mit Kartoffelsalat und manchmal noch einen weiteren Gang mit Pilzen, Sauerkraut oder einer Fischsuppe. Traditionell werden die Karpfen in selbst ausgehobenen Teichen gezüchtet und einige Tage vor Weihnachten in Bottichen auf der Straße und dem Marktplatz verkauft. Viele Familien halten den Karpfen dann bis Weihnachten noch in der Badewanne. Das soll nach einer alten Tradition zu folge Glück für das nächste Jahr bringen. Andere Bräuche sind z.B. das Apfelschneiden. Hierbei schneidet jeder einen Apfel kreuzweise ein. Wenn ein Stern im Kern erscheint, wird das nächste Jahr gut, bei einem Kreuz, ein schlechtes Jahr. Außerdem werfen Mädchen ihre Schuhe über die Schultern, um zu sehen, ob eine Hochzeit im nächsten Jahr bevorsteht. Die Heirat soll eintreten, wenn die Schuhspitze zur Türe zeigt.

Veselé Vánoce!

BELGIEN

In Belgien feiert man Weihnachten ähnlich wie in den Niederlanden. Auch hier kommt Sinterklaas, der zusammen mit seinem Helfer Zwarte Piet die Kinder beschenkt.

Weihnachten feiert man jedoch schon einen Tag vorher, am 24. Dezember. Das Weihnachtsessen unterscheidet sich ebenfalls von dem der Niederländer. In Belgien gibt es zu Weihnachten meist ein 3-Gänge Menü, welches aus Jagdwild, Braten oder Meeresfrüchten besteht. Eine typische Nachspeise ist der sogenannte Weihnachtsbaumstamm, ein mit Schokolade überzogenes Biskuitgebäck. Den Namen hat das Gebäck durch seine Ähnlichkeit zu einem Baumstamm und es liegt auch mindestens genau so schwer im Magen. Ebenfalls gibt es auch speziell für das Weihnachtsfest gebraute Biere, die für Belgien typisch sind. Zum Dreikönigstag gibt es einen speziellen Brauch für Kinder. Die Bäckereien verkaufen zu diesem Tag einen speziellen Kuchen aus Marzipan, in welchem eine kleine Figur eingebacken wird. Der Kuchen ist zudem mit einer Papierkrone geschmückt. Wer Glück hat und den Gegenstand in seinem Kuchenstück findet, darf für einen Tag die Krone tragen und ist somit der König oder die Königin.

LUXEMBURG

In Luxemburg werden wie auch bei uns am 5. Dezember die Schuhe vor die Haustüre gestellt, die dann vom Nikolaus, dem sogenannten „Kleeschen“ und seinem Gehilfen „Houseker“ mit Süßigkeiten und Früchten gefüllt werden. An Heiligabend wird zusammen mit der Familie und Freunden gefeiert und gegessen. Ein traditionelles Gericht, das zu Weihnachten serviert wird, ist Blutwurst mit Kartoffelpüree und Apfelsoße. Im Anschluss an das Essen wird gemeinsam die Mitternachtsmesse besucht. Erst nach der Messe dürfen die Kinder ihre Geschenke unter dem Weihnachtsbaum auspacken.

ÖSTERREICH

Große Unterschiede zu unserem Weihnachtsfest gibt es in Österreich nicht. Es gibt jedoch einige Bräuche, die in Österreich stärker ausgeprägt sind als bei uns. Am 4. Dezember z. B. feiert man den Barbaratag. An diesem Tag schneidet man einen Kirsch- oder Apfelzweig von einem Baum ab und stellt ihn in die Wohnung. Dort soll er dann pünktlich zu Weihnachten aufblühen. Am 6. Dezember kommt auch wie bei uns der Nikolaus. Jedoch bringt er auch den Krampus mit, der die Bösen Kinder bestraft. Ein typisches Weihnachtsessen ist ein Gansbraten oder ein Karpfen. An den beiden Weihnachtsfeiertagen verbringt man die Zeit mit freunden und Familie und natürlich wieder jeder Menge Essen. Viele Österreicher fasten in der Zeit nach den Feiertagen bis am 6. Januar die heiligen drei Könige kommen.

SCHWEIZ

Die Schweizer feiern Weihnachten wie auch wir in Deutschland am 24. Dezember. Auch sonst gibt es kaum Unterschiede zum Weihnachtsfest in Deutschland. Anders als bei uns in Deutschland, gibt es kein typisches Weihnachtsessen, wie z. B. eine Gans. Im südlichen Kanton Tessin darf jedoch Panettone auf keinen Fall beim Weihnachtsessen fehlen. Im Westen der Schweiz ist Truthahn ein beliebtes Weihnachtsgericht. Unabhängig von der Region gehört auch das Fondue Chinoise zu einem der beliebtesten Gerichte für das Weihnachtsessen.